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| Letzte Änderung: 08.05.2007 |
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Zu Band I
Die Autoren von „Auf den Spuren der Söhne der Großen Bärin“, der Kulturwissenschaftler Uli Otto und der 18-jährige Gymnasiast Till Otto das Manuskript entstand in den letzten Jahren im Verlaufe eines gemeinsamen „Indianer-Projektes“ - haben es sich zum Ziel gesetzt, mit ihrer Untersuchung den historischen Hintergrund des 6-bändigen Indianer-Epos der Ostberliner Autorin Liselotte Welskopf-Henrich inzwischen der Klassiker der deutschen Indianerliteratur - zu erhellen und einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, da die Bücher von Welskopf-Henrich ihrer Meinung nach eine eingehendere und gründlichere Untersuchung und vor allem Würdigung durchaus verdient haben. Anders als die Bücher des wohl immer noch bekannteren und populäreren Karl May, bei dessen Geschichten es sich vorwiegend um eine Art, dabei manchmal durchaus nicht unproblematischer. „Märchenliteratur“ handelt, spiegeln die Werken von Liselotte Welskopf-Henrich akribisch den historischen Hintergrund des Untergangs der nordamerikanischen Prärieindianer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und hier insbesondere der Sioux wider. Die Historikerin Liselotte Welskopf-Henrich weiß genau wovon sie schreibt, zumal sie in den 1960er und 1970er Jahren einige Zeit in der Dakota-Reservation in Pine Ridge sowie in der Hopi/Navajo-Reservation in Arizona/New Mexiko verbracht hat. Außerdem zeichnet sie in ihren Büchern weder ein Bild des edlen Wilden auf der einen noch des blutrünstigen Indianers auf der anderen Seite, liefert zudem keine Schwarzweißmalereien und vermeidet zudem karikaturhafte Überzeichnungen ihrer dargestellten Charaktere, wie diese etwa bei den Karl Mayschen Helden durchaus die Norm waren. Ihre Handlungsträger sind echte Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen, die zudem betrachtet man etwa die Hauptperson der Romane durchaus eine Entwicklung durchmachen. Auch vertritt Liselotte Welskopf konsequent ein humanistisches und völkerverbindendes Weltbild, das sich bei Karl May allenfalls in Ansätzen etwa in seinem Spätwerk findet. Gleichwohl ist Liselotte Welskopf-Henrich, obschon ihre Bücher auch heute noch auf dem Buchmarkt zu finden sind, immer noch eine weitgehend Unbekannte, dies etwa ebenfalls im Gegensatz zu dem bereits erwähnten Karl May, über den nur zu viele Bücher und Artikel veröffentlicht wurden. Zu Band II Mit dem zweiten Band der geplanten Reihe „Auf den Spuren von...“, der im Sommer 2003 erschienen ist, möchte der Verfasser mit Herbert Kranz an einen der seinerzeit populärsten und meistgelesenen Jugendbuch-Autoren der 1950er und 60er Jahre erinnern und ihn durch sein Leben und sein Werk begleiten, da vor allem die 10-bändige „UBIQUE TERRARUM“-Reihe auch heute noch durch Aktualität, Spannung und viel Liebe zum Detail besticht. Nachdem diese Reihe lange Jahre vergriffen und fast völlig vom Buchmarkt verschwunden war, wird sie heute von Georg Kranz, dem Enkel des behandelten Autors neu aufgelegt, der erste Band ist im August 2003 erschienen und Band 2 wird voraussichtlich im Januar 2004 auf den Markt kommen, die weiteren Bände sollen dann sukzessive folgen, da auch heute noch immer wieder Nachfrage nach diesen Büchern besteht. Da sich auch die Wissenschaft leider des Kranzschen Lebens und seines Opus bisher nicht angenommen hatte, schließt Uli Otto hier mit diesem seinem zweiten Band zweifellos eine Lücke. Insgesamt stellt „Auf den Spuren von >Ubique Terrarum<“ zunächst die Biographie von Herbert Kranz vor, worauf eine Zusammenstellung der Bücher des Autors erfolgt. Sodann wird Kranz als ein Erzähler in der langen Tradition der Reise- und Abenteuererzählungen in Deutschland beschrieben, worauf eine Inhaltsangabe der verschiedenen UBIQUE TERRARUM-Bände folgt. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der inneren Form der Erzählungen, schließlich befasst sich der Verfasser sodann mit den Handlungsträgern der Romane sowie deren Gegenspielern, worauf sich abschließend ein Kapitel zur „Historizität und Authentizität“ der Kranzschen Jugendromane anschließt. |
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| Zu Band III
Zu „Auf den Spuren des ‚fliegenden Klassenzimmers’“ Teilband 1 und 2: Der erste Halbband von „Auf den Spuren des ‚fliegenden Klassenzimmers’“ beschäftigt sich zunächst mit der Entwicklung des deutschen Schulwesens vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und gibt sodann einen lexikalischen Überblick über die wichtigsten deutschen Schul- und Internatsromane dieser Zeit, die zum Teil wohl zunächst für Erwachsene verfasst wurden und später dennoch oftmals in den Schulkanon eingegangen sind. Dabei werden zunächst die biographischen Daten ihrer Verfasser genannt und anschließend kurz auf die Inhalte eingegangen. So finden sich hier u.a. Ernst Eckstein: Der Besuch im Karzer. Eine Schulhumoreske, 1875 Frank Wedekind: Frühlings Erwachen, 1890 Otto Bierbaum: Stilpe. Ein Roman aus der Froschperspektive, 1897 Emil Strauss: Freund Hein, 1902 Heinrich Mann: Professor Unrat oder das Ende eines Tyrannen, 1905 Hermann Hesse: Unterm Rad, 1906 Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törless, 1906 Ludwig Thoma: Lausbubengeschichten, 1905 Ludwig Thoma: Tante Frieda, 1907 Hermann Ungar: Die Klasse, 1927 Franz Werfel: Der Abituriententag. Die Geschichte einer Jugendschuld, 1927 Ernst von Salomon: Die Kadetten, 1930 Friedrich Torberg: Der Schüler Gerber hat absolviert, 1930 bzw. Der Schüler Gerber, 1954 Heinrich Spoerl: Die Feuerzangenbowle. Eine Lausbüberei in der Kleinstadt, 1933 Rudolf Herfurtner: Hinter dem Paradies, 1973 u. 1983, Irina Korschunow: Die Sache mit Christoph, 1978 Alfred Andersch: Der Vater eines Mörders. Eine Schulgeschichte, 1980 Wolfgang Gabel: Fürs Leben lernen Manfred Mai: Mut zum Atmen Michael Köhlmeier: Die Musterschüler, 1989 Benjamin Lebert: Crazy, 1999. Der zweite Halbband von „Auf den Spuren des ‚fliegenden Klassenzimmers’“ befasst sich sodann vor allem mit einigen heute leider zumeist weitgehend in Vergessenheit geratenen Veröffentlichungen der 1950er Jahre, als ein Epigone in der bewussten Nachfolge Erich Kästners Johannes Mario Simmel: „Meine Mutter darf es nie erfahren“ und „Weinen streng verboten“ auf den Buchmarkt brachte. Mit zum Teil wieder sehr ausführlichen Leseproben wird sodann wieder eingegangen auf Rosemarie Ditter: „Oh diese Rasselbande“ und auf den vierbändigen Kinderromanzyklus von Erika Mann: „Die Zugvögel“, daneben auf einige Schul- bzw. Internatsgeschichten des 50er-60er-Jahre-Erfolgsautors Rolf Ulrici: „Die ganze Klasse gegen Dieter“ sowie „Die neue Lehrerin“ und „Die Schöne und ihre sechs Rebellen“ (bzw. „Das schöne Fräulein und ihre Primaner“). Ihren Abschluss findet diese Untersuchung sodann durch die Darstellung einiger Bücher des Nürnberger Sebaldus-Verlags, etwa von Gerhard W. Wolf: „Der Geheimbund hat Pech“ aus dessen Pentalogie „Der Geheimbund“ und von Jens Lindberg: „Die Jungen der 7a“, worauf anschließend der ausführliche und detaillierte Anmerkungsteil zu beiden Bänden sowie die Bibliographie folgt. Weitere Bände der Reihe sind in Planung und Vorbereitung |
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| Erstellt am 07.12.2003 | ||||||||||||||||||